Jannick de Jong stark beim Klassiker in Lüdinghausen

Von Rudi Hagen 26.05.2022 - 19:23

Der Niederländer Jannick de Jong gewann den Langbahn-Klassiker in Lüdinghausen vor Stephan Katt und Mika Meijer (NL). Pechvogel war Christian Hülshorst, dem auf seiner Heimbahn im B-Finale das Zündkabel abflog.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Abstinenz pilgerten an Himmelfahrt mehr als 5000 Langbahnfans an den Westfalenring in Lüdinghausen um es ordentlich krachen zu lassen. Die 1000 m lange Grasbahn war bestens in Schuss, das Wetter stimmte und die Fahrer waren in allen vier Klassen (I-Solo, I-Seitenwagen, B-Solo und Enduro) hochmotiviert.

Bei den Internationalen Solisten zeigte der Langbahn-Weltmeister von 2015 Jannick de Jong eine Klasseleistung. Nach seiner vierjährigen Doping-Sperre muss mit dem Niederländer in Zukunft wieder gerechnet werden.

Nach den Vorläufen führte de Jong mit 24 Punkten das 14-er-Feld an, Stephan Katt folgte mit nur einem Punkt zurück. Nur im ersten Heat hatte der Neuwittenbeker gegen Andrew Appleton das Nachsehen, die drei anderen Läufe gewann der Schleswig-Holsteiner, allerdings ohne einmal gegen de Jong antreten zu müssen.

Damit waren de Jong, Katt, Appleton und der Niederländer Mika Meijer für das allein entscheidende A-Finale qualifiziert. Drei weitere Finalisten wurden über das B-Finale gesucht. Man merke auf: In Lüdinghausen konnten sieben Piloten am Startband stehen.

Hier waren der Brite Paul Cooper und Jörg Tebbe aus Dohren klar vorne, dahinter erlebte Christian Hülshorst vom Veranstalter AMSC Lüdinghausen einen wahren Nackenschlag, als im gleich zu Beginn auf der Gegengeraden urplötzlich das Zündkabel abflog. «Ich weiß nicht, wie das passiert ist», klagte Hülse später, «vielleicht habe ich den Cooper berührt.»

Jens Benneker, ebenfalls vom AMSC Lüdinghausen, profitierte am Ende von Hülses Ausfall, denn er kämpfte sehenswert gegen den vor ihm fahrenden David Pfeffer, überholte ihn in der letzten Runde und war somit für das A-Finale qualifiziert.

Hier entschied die Platzierung über den Tagessieg und die folgenden Positionen. Katt hatte zwar wieder einen Superstart, aber de Jong kassierte ihn ausgangs der Startkurve ein und zog davon. Hinter dem Niederländer wurde Katt verdienter Zweiter vor dem Niederländer Mika Meijer. Die beiden Engländer Appleton und Cooper folgten auf den Plätzen 4 und 5. Auf Platz 6 kam Jens Benneker auf seiner Heimbahn ins Ziel.

81. ADAC Grasbahnrennen Lüdinghausen Ergebnisse Solo:
1. Jannick de Jong (NL), 24 Vorlaufpunkte
2. Stephan Katt (D), 23
3. Mika Meijer (NL), 20
4. Andrew Appleton (GB), 20
5. Paul Cooper (GB), 8
6. Jens Benneker (D), 10
7. Jörg Tebbe (D), 14
8. David Pfeffer (D), 11
9. Mark Beishuizen (NL), 6
10. Christian Hülshorst (D), 16
11. Chad Wirtzfeld (GB), 3
12. Charley Powell (GB), 7
13. Robert Baumann (D), 4

B-Finale: 1. Cooper, 2. Tebbe, 3. Bennker, 4. Pfeffer, Hülshorst (ausgefallen), Wirtzfeld (ausgefallen).
A-Finale: 1. De Jong, 2. Katt, 3. Meijer, 4. Appleton, 5. Cooper, 6. Benneker.

Ergebnisse I-Gespanne:
1. Markus Venus/Markus Heiß (D), 23 Punkte
2. Wilfred Detz/Wendy Arling (NL), 18
3. Dave Carvill/Kim Kempa (GB/D), 16
4. Ole Möller/Linda Frohbös (D), 9
5. Klaas Kregel/Emiel Bruins (NL), 6
6. Jan Kempa/Sina Stickling (D), 3
7. Patrick Hermanns/Sonja Dreyer (D), 0.

Quelle: Speedweek.com


 

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