Chronik 1951 - 2014 des Auto- und MotorSportClubs Lüdinghausen e.V. im ADAC

Clubgründung

im Juli 1951 trafen sich 34 motorsportbegeisterte Männer aus Lüdinghausen und gründeten bei ihrem  zweiten Treffen den -A M S C- noch im gleichen Jahr trat der Verein dem großen ADAC bei 1. Vorsitzender wurde der Kaufmann Josef Boll aus Lüdinghausen

Club aktuell

im Jahr 2013 hat der -A M S C- 130 aktive u. 26 passive Mitglieder seit 2004 ist Albert Raesfeld 1. Mann im Club, er übernahm das Amt von Engelbert Wippermann der 37 Jahre den -A M S C- leitete und nun Ehrenvorsitzender ist

das 1. Rennen

wurde am  24. Juni 1951 als „Stevertal Grasbahnrennen“  vor fast 8.000 Zuschauern gestartet, mit 80 Fahrern in 7 Klassen

bis heute

besuchten mehr als 660.000 Zuschauer die 74 Grasbahn-Motorradrennen in Lüdinghausen im schönen Münsterland. Zur Blütezeit des Bahnsports in den 70er Jahren wurden 20.000 Zuschauer an einem Renntag gezählt 1957 u. 1984 spielte das Wetter nicht mit, und die Rennen mussten im Vorfeld abgesagt werden, genau wie im Jahr 1958, aber da war die Clubkasse leer

der Westfalenring

ist eine Stadionanlage mit einer 1000 Meter Grasbahn die Zuschauer sind durch eine feste Planke mit Sicherheitsbereich geschützt. Die Planke wurde 1967 von den Clubmitgliedern gebaut und in den Jahren 1992 u. 1997 und 2013 erneuert. Der heutige Westfalenring ist ringsum auf asphaltierten Wegen begehbar, einzigartig sind seine langen Geraden und die extrem spitzen Kurven, sie machen den „Westfalenring“ so Besonders für Fahrer und Zuschauer im Jahr 1953 wurde der Name „Westfalenring“ erstmals genannt

die Rennen

finden seit 1956 traditionell am „Himmelfahrtstag“ statt viele tausend Besucher feiern Jahr für Jahr ihren „Vatertag“ in Lüdinghausen auf dem „Westfalenring“

die Fahrer

kommen immer wieder gern nach Lüdinghausen, bereits 1957 waren erstmals internationale Fahrer wie Pit van Artzen u. Paul Cordang aus Holland dabei mit Barry Briggs aus Neuseeland war 1964 erstmals ein Weltmeister am Start

bis Heute sind die Fahrerfelder mit den Stars der „Stahlschuhdrifter“ auf der Grasbahn gespickt, Welt- und Europameister rollen regelmäßig ans Startband in Lüdinghausen, sowohl in der Soloklasse als auch bei den Seitenwagen

Prädikate

der -A M S C- ist bekannt für hervorragend organisierte Rennveranstaltungen, so ist es nicht verwunderlich, dass es schon mehrfach um Meistertitel und hochgradige Prädikate ging am 23. Sept. 1973 errang ein gewisser „Egon Müller“ seinen ersten Deutschen Meistertitel auf dem „Westfalenring“

1997 war es Gerd Riss und 2003 Robert Barth, auch liebevoll „König vom Westfalenring“ genannt, denn nur er schaffte 10 Tagessiege in Lüdinghausen.

1976, 1986 und 2010 fuhren die „Seitenwagen“ ihre Deutschen Meister aus, zudem wurde bereits vier Mal ein Semifinale zur Seitenwagen- EM ausgetragen

Der ADAC-Silberhelm

ist die wertvollste Trophäe die der ADAC einmal im Jahr vergibt.
Der -A M S C- hatte diese Ehre bereits sechs Mal.
1970 gewann ihn Gottfried Schwarze/D.
1992 Bernd Diener/D
1997 Robert Barth/D
2001 Robert Barth/D
2006 Theo Pijper/NL
2009 Bernd Diener/D
2014 Martin Smolinski/D

Bahnrekord

wurde erstmals 1964 ausgefahren, mit dem Gewinner Björn Knutsen/DK in 34,4 Sekunden und einem Schnitt von 104.6 Km/h für die fliegend 1000 Meter Stadionrunde, 1969 schraubte ihn Sture Lindblom/S auf 114,6 Km/h. Doch keiner war schneller als Robert Barth/D, seine Bestmarke aus dem Jahr 2000 mit 129,68 Km/h ist bis Heute unerreicht.

AMSC Rennfahrer

konnten ihre Leidenschaft für den Bahnsport nicht verbergen und drehten in den 1950er Jahren selber mächtig am Gasgriff, wie: Helmut Arntzen, Engelbert Mushövel, Hans Georg Schwarz, oder Engelbert Wippermann. In den Anfängen auf Horex, DKW u. NSU.

Lizenz-Seitenwagen bis 500ccm:

Matthias Sträter mit Heinz Bohlenschmidt u. Adolf Beerens, Winfried Gerhardt mit Peter Marklein u. Rosi Berger, Albert Raesfeld mit Klaus Beerens, Thomas Raesfeld u. Thomas Blaschke, Thomas Raesfeld mit Karsten Friedrich u. Martin Stucke und aktuell Maik Domscheit mit Kristoffer Loch, Oliver Wehrle mit Peter Lehmann.

Lizenz-Solo bis 500ccm:

Ralf Nieländer, Martin „Matze“ Stucke, Klemens Kemmann, Heinrich Jakobskötter, Helge Hü, Markus Grafe, Jens Klein und Christian „Hülse“ Hülshorst, sowie Jens Benneker.

Engelbert Mushövel

war Gründungsmitglied und 1. Sportleiter im -A M S C- sowie Motor der Grasbahnrennen auf dem „Westfalenring“. Er entwarf auch die legendären „Rennfahrer“ die mehr als 40 Jahre das Markenzeichen auf den Plakaten für das „Himmelfahrtsrennen“ waren. 1968 gründete Engelbert Mushövel zusammen mit Anton Tenderich die Jugendgruppe des -A M S C-. Sie war sehr erfolgreich im ADAC-Kartsport unterwegs, und brachte so manchen Rennfahrer hervor. Heute nennt sich die Jugendgruppe „AMSC junior team“ und bildet den Nachwuchs für den Club.

Weitere Namen

die sich um den Club und Rennveranstaltungen besonders bemüht haben sind sicherlich Bernard Behring, Tönne Conrad, Josef Muhle und „Mister Bahnsport“ Engelbert „Ömpe“ Wippermann, der mehr als 40 Jahre dem Clubvorstand angehörte.

Besonderes

gab es schon immer auf dem „Westfalenring“. So startete im Rahmenprogramm 1967 ein Rennen mit Formel-V Rennwagen die jedoch bei matschigen Bahnverhältnissen kaum auf Geschwindigkeit kamen, und nie wieder eingeladen wurden. Eine Premiere erlebte das Rennen im Jahr 1999 mit Demorunden britischer Seitenwagenpiloten und ihren 1000ccm Maschinen, die es sofort verstanden die  Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Sie fuhren den „Westfalenring“ rechts herum und begeisterten mit ihrem Können und einem unvergleichbaren Powersound die Massen. Leider dürfen sie ab 2008 bei uns nicht mehr starten, da der „Westfalenring“ als zu lang und zu schnell für diese Klasse eingestuft wurde.

Seit 2006 gibt es eine „Offene Enduro“ Klasse mit Hobbyfahrern aus der Region, dabei rollen bis zu 14 Piloten in zwei Startreihen gleichzeitig ans Startband, und ab geht die Post. Außerdem werden ab 2008, am Vortag zum großen Grasbahnrennen, das 2-Stunden-Mofarennen von Lüdinghausen auf dem "Westfalenring" veranstaltet.

Gras, Spaß & Action

für die ganze Familie lautet wieder das Motto, wenn im nächsten Jahr am Traditionstermin „Christi Himmelfahrt“ erneut die Bänder hochschnellen und tausende von Motorsportfans“ den „Westfalenring“ in Lüdinghausen bevölkern.

Copyright, T o m  Wurm, April 2014