Chronik

AUTO- und MOTORSPORTCLUB LÜDINGHAUSEN e.V. im ADAC

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Clubgründung  

Im Juli 1951 trafen sich 34 motorsportbegeisterte Männer aus Lüdinghausen und gründeten bei ihrem zweiten Treffen den -A M S C-. Noch im gleichen Jahr trat der Verein dem großen ADAC bei. Vorsitzender wurde der Kaufmann Josef Boll aus Lüdinghausen.

Club aktuell  

Im Jahr 2017 hat der -A M S C- 96 aktive u. 44 passive Mitglieder. Seit 2016 ist Karsten Jakobs 1. Mann im Club. Er übernahm das Amt von Albert Rasfeld nach 12 erfolgreichen Jahren. Engelbert Wippermann ist Ehrenvorsitzender und bekleide 37 Jahre das Amt des Clubvorsitzenden. Auch Albert Raesfeld wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das 1. Rennen  

wurde am 24. Juni 1951 als „Stevertal Grasbahnrennen“ vor fast 8.000 Zuschauern gestartet, mit 80 Fahrern in 7 Klassen.

Bis heute  

besuchten mehr als 691.000 Zuschauer die 78 Grasbahn-Motorradrennen in Lüdinghausen im schönen Münsterland. Zur Hochzeit des Bahnsports in den 70er Jahren wurden 20.000 Zuschauer an einem Renntag gezählt!! 1957 u. 1984 spielte das Wetter nicht mit, und die Rennen mussten im Vorfeld abgesagt werden, genau wie im Jahr 1958, aber da war die Clubkasse leer.

Der Westfalenring  

ist eine Stadionanlage mit einer 1000 Meter Grasbahn die Zuschauer sind durch eine Feste Holzplanke mit Sicherheitszone geschützt. Sie wurde 1967 von den Clubmitgliedern gebaut und in den Jahren 1992 u. 1997 erneuert. Der heutige Westfalenring ist ringsum auf asphaltierten Wegen begehbar. Einzigartig sind seine langen Geraden und die extrem spitzen Kurven, sie machen den „Westfalenring“ so Besonders für Fahrer und Zuschauer. Im Jahr 1953 wurde der Name „Westfalenring“ erstmals genannt.

Die Rennen  

finden seit 1956 traditionell am „Himmelfahrtstag“ statt. Viele tausend Besucher feiern Jahr für Jahr ihren „Vatertag“ in Lüdinghausen auf dem „Westfalenring“.

Die Fahrer

kommen immer wieder gern nach Lüdinghausen. Bereits 1957 waren erstmals internationale Fahrer wie Pit van Artzen u. Paul Cordang aus Holland dabei. Mit Barry Briggs aus Neuseeland war 1964 erstmals ein Weltmeister am Start. Bis Heute sind die Fahrerfelder mit den Stars der „Stahlschuhdrifter“ auf der Grasbahn gespickt. Welt- und Europameister rollen regelmäßig ans Startband in Lüdinghausen, sowohl in der Soloklasse als auch bei den Seitenwagen.

Prädikate

Der -A M S C- ist bekannt für hervorragend organisierte Rennveranstaltungen, so ist es nicht verwunderlich, dass es schon mehrfach um Meistertitel und hochgradige Prädikate ging.
Am 23. Sept. 1973 errang ein gewisser „Egon Müller“ seinen ersten Deutschen Meistertitel auf dem „Westfalenring“ 1997 war es Gerd Riss und 2003 Robert Barth, auch liebevoll „König vom Westfalenring“ genannt, denn nur er schaffte 10 Tagessiege in Lüdinghausen
1976, 1986 und 2010 fuhren die „Seitenwagen“ ihre Deutschen Meister aus, zudem wurde bereits vier Mal ein Semifinale zur Seitenwagen- EM ausgetragen.

Der ADAC-Silberhelm

ist die wertvollste Trophäe die der ADAC nur einmal im Jahr vergibt. Der -A M S C- hatte diese Ehre bereits sieben Mal.  

1970 gewann ihn Gottfried Schwarze/D
1992 Bernd Diener/D
1997 Robert Barth/D
2001 Robert Barth/D
2006 Theo Pijper/NL
2009 Bernd Diener/D
2014 Martin Smolinski/D
2017 Berrnd Diener/D   einmalig ADAC-Goldhelm

Der Bahnrekord

wurde erstmals 1964 ausgefahren, mit dem Gewinner Björn Knutsen/DK in 34,4 Sekunden und einem Schnitt von 104.6 Km/h für die fliegend 1000 Meter Stadionrunde, 1969 schraubte ihn Sture Lindblom/S auf 114,6 Km/h. Doch keiner war schneller als Robert Barth/D, seine Bestmarke aus dem Jahr 2000 mit 129,68 Km/h ist bis Heute unerreicht.

AMSC-Rennfahrer

konnten ihre Leidenschaft für den Bahnsport nicht verbergen und drehten in den 1950er Jahren selber mächtig am Gasgriff, wie: Helmut Arntzen, Engelbert Mushövel, Hans Georg Schwarz, oder Engelbert Wippermann. In den Anfängen auf Horex, DKW u. NSU. Lizenz-Seitenwagen bis 500ccm: Matthias Sträter mit Heinz Bohlenschmidt u. Adolf Beerens, Winfried Gerhardt mit Peter Marklein u. Rosi Berger Albert Raesfeld mit Klaus Beerens, Thomas Raesfeld u. Thomas Blaschke Thomas Raesfeld mit Thomas Blaschke und Martin Stucke Maik Domscheit mit Kristoffer Loch Lizenz-Solo bis 500ccm: Ralf Nieländer, Martin „Matze“ Stucke, Klemens Kemmann, Heinrich Jakobskötter, Helge Hü, Markus Grafe, Jens Klein und Christian „Hülse“ Hülshorst, sowie Jens Benneker u. Sven Klein.

Engelbert Mushövel

war Gründungsmitglied und 1. Sportleiter im -A M S C- sowie Motor der Grasbahnrennen auf dem „Westfalenring“. Er entwarf auch die legendären „Rennfahrer“ die mehr als 40 Jahre das Markenzeichen auf den Plakaten für das „Himmelfahrtsrennen“ waren. 1968 gründete Engelbert Mushövel zusammen mit Anton Tenderich und Hans Asshoff die Jugendruppe im -A M S C-. Sie war sehr erfolgreich im ADAC-Kartsport unterwegs, und brachte so manchen Rennfahrer hervor. Heute nennt sich die Jugendgruppe „AMSC junior team“ und bildet den Nachwuchs für den Club.

Weitere Namen

die sich um den Club und Rennveranstaltungen besonders bemüht haben sind sicherlich Bernard Behring, Tönne Conrad, Josef Muhle und „Mister Bahnsport“ Engelbert „Ömpe“ Wippermann, der mehr als 40 Jahre dem Clubvorstand angehörte. 12 Jahre leitete Albert Rasfeld erfolgreich die Geschicke des Clubs. Auf Ihn folgte Karsten Jakobs als langjähriger 2. Vorsitzender.

Besonderes

gab es schon immer auf dem „Westfalenring“. so startete im Rahmenprogramm 1968 ein Rennen mit Formel-V Rennwagen die jedoch bei matschigen Bahnverhältnissen kaum auf Geschwindigkeit kamen, und nie wieder eingeladen wurden.

Eine Premiere erlebte das Rennen im Jahr 1999 mit Demorunden britischer Seitenwagenpiloten und ihren 1000ccm Maschinen, die es sofort verstanden die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Sie fuhren den Westfalenring“ rechts herum und begeisterten mit ihrem Können und einem unvergleichlichen Powersound, die Massen.

Seit 2006 gibt es eine „Offene Enduro“ Klasse mit Hobbyfahrern aus der Region, dabei rollen bis zu 14 Piloten in zwei Startreihen gleichzeitig ans Startband, und ab geht die Post.

Gras, Spaß & Action

für die ganze Familie lautet wieder das Motto, wenn im nächsten Jahr am Traditionstermin „Christi Himmelfahrt“ erneut die Bänder hochschnellen und tausende von Motorsportfans“ den „Westfalenring“ in Lüdinghausen bevölkern.

  tom w u r m, im Nov. 2017