AMSC-Wetter

Kleine Serie über den Westfalenring in Lüdinghausen – Teil 2

1957Anfang der 50er Jahre erwarb sich die Grasbahn in Lüdinghausen schnell einen guten Ruf in der Region. 1958 war der AMSC restlos blank, beim Neustart 1959 kamen 11 000 Motorsportfans. Ein internationales Rennen fand erstmals 1960 statt. Von Michael Beer

Seit über 60 Jahren ist der Westfalenring im Lüdinghauser Stadion das Mekka für spannenden Motorradsport und wird in einem Atemzug mit dem Auto- und Motorsportclub AMSC genannt. Engelbert Wippermann, als Fahrer in den 50er Jahren aktiv und anschließend 37 Jahre bis 2004 Vorsitzender des AMSC, hat ein großes Archiv über den Westfalenring angelegt, das er den WN für eine kleine Serie über diese Sportstätte öffnete. Heute folgt der zweite Teil.

Nach der Vereinsgründung im Juli 1951 veranstaltete der AMSC bereits am 2. September 1951 das zweite Rennen mit rund 10 000 Besuchern auf der Grasbahn. Wieder hatten Karl Strucks­berg und Willi Krebber, erster Sportleiter des neuen Vereins, die Organisation übernommen.

Innerhalb kurzer Zeit hatte sich die Grasbahn in Lüdinghausen einen Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben, obwohl es rund ein Dutzend Bahnen im näheren Umkreis gab, von denen nur ganz wenige übrig geblieben sind. Den Namen „Westfalenring“ erhielt die Sportstätte erst 1953. In diesem Jahr wurde der 1951 gegründete „Auto- und Motorsportclub Stevertal im ADAC e.V.“ als „AMSC Stevertal e.V. im ADAC“ ins Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen. Aus dem Stevertal-Rennen wurde das Westfalenring-Rennen. In den Folgejahren stiegen die Zuschauerzahlen.

Der Himmelfahrtstag wurde als fester Termin seit 1956 gewählt, nachdem auf der Bahn in Recklinghausen keine Rennen an diesem Tag mehr ausgetragen wurden. 1957 durften die ersten ausländischen Fahrer unter Vertrag genommen werden, wodurch die Vereinskasse arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Als dann der Renntag am 25. August total verregnete, war nach der letzten Siegerehrung die Kasse leer.

Die schlechte Finanzlage war der Grund, dass 1958 kein Rennen ausgetragen werden konnte. Trotzdem trafen sich die Mitglieder am Himmelfahrtstag im Stadion, und mit ihnen viele Zuschauer, die noch nichts von der Absage gehört hatten. Spendenlisten wurden ausgelegt und sofort Vorbereitungen für 1959 getroffen. Herrliches Wetter und 11 000 Zuschauer am Vatertag 1959 machten das Minus in der Kasse wett und den Organisatoren neuen Mut.

Ein internationales Rennen fand erstmals 1960 statt. International darf sich nur die Veranstaltung nennen, bei der mindestens sieben ausländische Fahrer am Start sind. Von den Motorsportlern aus der Region war vor allem Gespannfahrer Matthias Sträter aus Ottmarsbocholt erfolgreich. Zunächst saß Karl Potthoff (Ottmarsbocholt) im Sozius, anschließend Heinz Bohlenschmidt (Lüdinghausen) sowie für drei Jahre Wippermann. Mit dem langjährigen Vorsitzenden des AMSC war Sträter nicht nur auf vielen Gras- und Sandbahnen, sondern auch auf der Nordschleife des Nürburgrings unterwegs. In ihre Fußstapfen traten Winfried Gerhardt und Peter Marklein, die ebenfalls sehr erfolgreich den AMSC vertraten.

1964 zeigten mit Barry Briggs aus Neuseeland und dem Schweden Björn Knutson gleich zwei Weltmeister ihr Können in Lüdinghausen. Und mit 15 000 Zuschauern wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt.

Bahnsport Nachrichtenüberblick

Termine

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
4
5
6
7
8
9
10
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30

Unser Partner

logo-benning.png