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Kleine Serie über den Westfalenring in Lüdinghausen – Teil 1

Seit über 60 Jahren ist der Westfalenring im Lüdinghauser Stadion das Mekka für spannenden Motorradsport. Dabei ist die Grasbahn wesentlich älter und für eine ganz andere Sportart gebaut worden. Von Michael Beer

Seit über 60 Jahren ist der Westfalenring im Lüdinghauser Stadion das Mekka für spannenden Motorradsport und wird in einem Atemzug mit dem Auto- und Motorsport-Club AMSC genannt. Dabei ist die Grasbahn wesentlich älter und für eine ganz andere Sportart gebaut worden. Engelbert Wippermann, als Fahrer in den 50er Jahren aktiv und anschließend 37 Jahre Vorsitzender des AMSC, hat ein großes Archiv über den Westfalenring angelegt, das er den WN für eine kleine Serie über diese Sportstätte öffnete. 2004 übergab er das Amt des Vorsitzenden an Albert Raesfeld, selbst einst erfolgreicher Gespannfahrer, der die Ära der Grasbahnrennen mit gleichem Engagement bis heute fortsetzt.

Beim Bau des Stadions 1926 bis 1928 hatte die Stadt nur einen Gedanken: „Hier müssen Pferderennen stattfinden.“ Der Pferdesport erfreute sich in den 20er Jahren großer Beliebtheit. Sehr erfolgreich führte der damalige Rennverein Pferderennen auf dem Grasoval durch. Die riesigen Zuschauerzahlen bestätigten das Interesse an diesem Sport. Nur der zweite Weltkrieg unterbrach diese Rennserie. Mit Kriegsende wurden die Pferderennen zwar wieder aufgenommen, als aber immer größere Schwierigkeiten auftraten, zerbrach der Rennverein. Mit der Veranstaltung 1948 war endgültig Schluss. Die herrliche Anlage lag brach.

Das änderte sich, als der damalige Amtsbaumeister Willi Krebber mit Karl Strucks­berg aus Recklinghausen, dem Gausportreferenten des ADAC-Gaues Westfalen-West, ins Gespräch kam. Der machte den Vorschlag, doch Motorradrennen auf dem Westfalenring stattfinden zu lassen. Nach vielen Gesprächen mit dem Amtsdirektor Walter Koch und der Verwaltung erklärte sich die Stadt bereit, als Träger eines Motorradrennens aufzutreten. Die Rolle des Veranstalters übernahm der Vestische Motorsportclub aus Gladbeck. Von der Obersten Motorsportkommission wurde die Bahn besichtigt und „als hervorragend für Rennveranstaltungen“ bezeichnet. Strucks­berg und Krebber trafen die ersten Vorbereitungen für den großen Renntag, zu denen auch viele Angestellten der Verwaltung als Kassierer, Kontrolleure und Zeitnehmer mit einbezogen wurden. Am 24. Juni 1951, einem Sonntag, fand das 1. Stevertal-Grasbahnrennen statt, bei dem neben vielen nationalen Stars auch heimische Fahrer starteten. Über 500 Zuschauer kamen bereits am Samstag zur Abnahme der Fahrer und Maschinen. Trotz Regens am Vormittag strömten über 7000 Motorsportfans nach Lüdinghausen. Mit Engelbert Mushövel und dem Gespann Heine Alwers/Heinz Bohlenschmidt schafften von den Lokalmatadoren, zu denen auch noch die Gebrüder Arntzen und Hans-Georg Schwarz gehörten, gleich zwei den Sprung aufs Treppchen. Da die Stadt aber nicht weiter als Veranstalter zur Verfügung stand, wurde am 9. Juli 1951 beschlossen, einen Motorsportclub zu gründen, dem sich gleich 21 Herren anschlossen.

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